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Aus der Praxis
Der Tipp wurde uns freundlicherweise von AnimalAid zur Verfügung gestellt. Email: Animal@hoebener.de
Erster Fall
Wie die Mutter, so die Tochter. In diesem Fall erhielt ich den Anruf einer stocksauren Katzenbesitzerin, mit der Bitte eine British Shorthair Katze dahingehend zu beeinflussen, dass sie sich um ihre erst 24 Stunden alten Babies kümmert. Diese schleppte die Babies zum einen in der Gegend herum und war dann überfordert, sich gleichzeitig allen quietschenden Kätzchen zu widmen. Zum anderen zeigte sie aber totales Desinteresse und ging lieber fressen oder zur Besitzerin schmusen, als sich um ihre Babies zu kümmern. Zudem litt die Katze ohnehin an ständigem Durchfall. Weiterhin erfuhr ich in dem Gespräch, dass die Mutter dieser Katze sich schon genauso verhalten hatte.
Ich entschied mich in diesem Fall für einen Bachblütenmischung aus Scleranthus, Walnut und Wild Rose. Bei Scleranthus zeigt der Patient grob umrissen eine innere Ruhelosigkeit und ein zwischen zwei Möglichkeiten hin- und hergerissen sein, starke Wechselhaftigkeit und einen Mangel an innerem Gleichmaß und Balance. Walnut zeigt hauptsächlich Verunsicherungen und Beeinflussbarkeit. Und schließlich wird das Wild Rose-Bild durch Resignation, innere Kapitulation und einem fatalen Abfinden mit seinem Schicksal geprägt. Parallel hierzu entschied ich mich noch für den Einsatz von Nux vomica C 30 als Magen-Darm-Regularium, um auch dem Durchfall ein Ende zu bereiten. Am nächsten Vormittag waren alle Mittel besorgt und die richtige Anwendung abgesprochen. Um ca. 11:00 Uhr wurden die Bachblüten eingesetzt – um ca. 14:00 Uhr lag die Mutter zufrieden mit allen an den Zitzen nuckelnden Babies sichtlich erleichtert in der Wurfkiste und kümmerte sich seitdem rührend um ihren Nachwuchs. Der Durchfall war nach der abendlichen Nux vomica-Gabe dann auch kein Thema mehr.
Hier sehen wir wieder, das auch die Psyche große gesundheitliche Auswirkungen auf die Katze haben kann und man mit den richtigen „Regulierungsmitteln“ oft unerwartet schnelle Erfolge erzielet. Für alle, die jetzt mal wieder mit dem beliebten Wort „Placeboeffekt“ aufwarten wollen, sei nur gesagt, dass die Katze sich ja schlecht alles eingebildet haben kann… |
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Homöopathie für die Geburt
Der Tipp wurde uns freundlicherweise von AnimalAid zur Verfügung gestellt. Email: Animal@hoebener.de
Zweite Fall
Ich wundere mich immer wieder, wie schlecht oder falsch informiert viele Züchter beim Thema Geburt sind. Oft wird auf eine Vorbereitung des zukünftigen Muttertieres aus Unwissenheit ganz verzichtet, oft werden aber auch die falschen Mittel in zum Teil gefährlichen Potenzen verabreicht. In keinem Buch steht z.B. dass die 1-2 Wochen vor Geburt zur Verabreichung empfohlenen Mittel in Niederpotenzen wie D6 oder D12 durchaus wehenauslösend sein können und mehr schaden als nützen. Hier sollte man sich nicht auf ein Buch verlassen (es geht schließlich um Ihre Babies), sondern lieber einen Fachmann um Rat bitten. Nun zu unserem „Idealfall“: Die Züchterin rief mich ca. 3 Monate vor dem geplanten Decktermin an und fragte, was sie für eine erfolgreiche und problemlose Geburt für Ihre Katze tun könne - der richtige Einstieg war gemacht. Ohne unsere Vorbereitung verlief die erste Geburt dieser Katze äußerst chaotisch. Sie begann an einem Dienstagnachmittag mit der Geburt und war letztendlich erst am Mittwochabend mit dem fünften Baby fertig. Immer wieder machte sie lange Pausen, hatte Wehenschwächen und auch Kreislaufprobleme. Zudem akzeptierte sie die Welpen nicht, ließ diese dauernd alleine, die Milch schoss zunächst nicht richtig ein und die Menge ließ auch zu wünschen übrig, sodass zugefüttert werden musste. Die Besitzerin kostete dieses Verhalten „den letzten Nerv“. Es erfolgte eine Aufklärung und die Auswahl des für diese eine Katze zur Trächtigkeit und Geburt am meisten notwendigen Mittels (dies kann entweder das Konstitutions- oder Mädchenmittel, sowie eine Eugenische Kur sein). In unserer Praxis gibt es zudem eine so genannte „Geburtsapotheke“. Darin enthalten sind erfahrungsgemäß alle Mittel (incl. Kurzer Gebrauchsanweisung), die man im Haus haben sollte, falls es unter der Geburt zu Schwierigkeiten oder Komplikationen kommt. Die nun anstehende zweite Geburt absolvierte sie hingegen in Ruhe und ohne Probleme in knapp 2 Stunden (wir sagen immer „sie ploppte wie eine Kaugummiautomat“), obwohl 3 von den 6 Babies in der Steißlage (mit dem Po zuerst) zur Welt kamen. Danach kümmerte sie sich sofort liebevoll um ihre Welpen und diese zeigten sich von den Geburtsgewichten, wie auch von der späteren Entwicklung als 20-30 % schwerer und schneller als der erste Wurf. Nun jede Geburt ist anders und auch für die Katze keine Routine. Man kann nicht davon ausgehen, dass die Katze viele Erfahrungen aus der ersten Geburt gewonnen hat und sich diese nun auf das Verhalten bei der zweiten Geburt auswirken. Dies ist kein Einzelfall und wird in unserer Praxis dauernd praktiziert. Man kann also mit einer gezielten homöopathischen Unterstützung wesentlich stressfreiere Geburten und Entwicklungen bei den Jungtieren erreichen. Sicherlich kommt es auch hierbei ab und zu Schwierigkeiten, diese halten sich aber meist im Rahmen und können oft mit einem kurzen Telefonat aus der Welt geschafft werden. Die Kosten hierfür halten sich in Grenzen und die damit gewonnenen Arbeitserleichterungen und Erfahrungen sind sowieso unbezahlbar. |
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